Aktueller Stand

August 2026 Aktuell
Gas Ø 10,7 ct/kWh ↑ +0,2 ggü. Juli
Fernwärme Ø 19,3 ct/kWh — Q3-Tarif, gilt bis 30.09.
Heizöl Ø 13,8 ct/kWh ↑ +0,1 ggü. Juli
WP-Strom Ø 25 ct/kWh — Spanne 20,7–26

Heizöl zieht weiter an — aber nicht sprunghaft: 138,4 ct/l im Bundesdurchschnitt (TECSON, 14.08.2026, Bestellmenge 3.000 l) ergeben 13,8 ct/kWh. Gegenüber Juli sind das +0,7 %. Die große Bewegung liegt hinter uns, nicht in diesem Monat.
Gas ~10,7 ct — Mittel aus Neukundentarif 9,8 und Bestandstarif 11,6 (Stand 15.08.2026); die Grundversorgung liegt bei 13,6 ct und geht in den Tabellenwert nicht ein. BDEW-Anker vom April: 11,10 ct im Einfamilienhaus, 10,87 ct im Mehrfamilienhaus.
Fernwärme unverändert 19,3 ct. Das ist eine Tarifaussage, keine Marktbeobachtung: Der Q3-Preis der SWE gilt bis zum 30.09., die nächste Anpassung ist der 01.10.
WP-Strom-Tarife weiter ~25 ct, im oberen Bereich der belegten Anbieterspanne 22–26. Günstigster datierter Neukundenschnitt: 20,7 ct (Verivox, 13.07.2026).
Pellets 7,8 ct — das ist noch der Julistand (DEPI, 388,09 €/t bei 6 t). Der Augustwert erscheint erst um den 18. und wird dann nachgetragen.

Verlauf

Juli 2026
Gas Ø 10,5 ct/kWh — stabil ggü. Juni
Fernwärme Ø 19,3 ct/kWh ↑ +1,8 ggü. Juni
Heizöl Ø 13,7 ct/kWh ↑ +2,2 ggü. Juni
WP-Strom Ø 25 ct/kWh — stabil ggü. Juni

Fernwärme steigt zum 3. Quartal: Der SWE-Arbeitspreis legt um rund 19 % zu (11,538 → 13,768 ct/kWh brutto), der Effektivpreis auf Gebäudeebene steigt von ~17,5 auf ~19,3 ct/kWh (SWE-Preisblatt, Stand 1.7.2026).
Heizöl 13,7 ct (TECSON 137,0 ct/l am 14.07.2026), Pellets 7,8 ct (DEPI 388,09 €/t bei 6 t, veröffentlicht 16.07.2026 — plus 3 % gegenüber Juni, das Sommertief war vorbei). Gas ~10,5 ct (Bestand 11,6 / Neukunde 9,2), WP-Strom-Tarife ~25 ct (§14a ab ~20).

Juni 2026
Gas Ø 10,5 ct/kWh — stabil ggü. Mai
Fernwärme Ø 17,5 ct/kWh — stabil
Heizöl Ø 11,5 ct/kWh ↓ −2,0 ggü. Mai
WP-Strom Ø 25 ct/kWh ↓ −1 ggü. Mai

Ölpreise nach dem Frühjahrshoch deutlich gefallen — Heizöl ~115 ct/l (TECSON; Brent stabil oberhalb 80 USD/Barrel). Wärmepumpen-Tarife weiter günstiger durch reduzierte §14a-Netzentgelte (ab ~20–21 ct/kWh). Pellets erreichen ihr Jahrestief: 376,77 €/t bei 6 t = 7,54 ct/kWh (DEPI, veröffentlicht 16.06.2026). Gas im Verbraucher-Schnitt stabil (~10,5 ct/kWh, Neukunde ~9,4).

Mai 2026
Gas Ø 10,5 ct/kWh — stabil
Fernwärme Ø 17,5 ct/kWh — stabil
Heizöl Ø 13,5 ct/kWh ↓ −1,8 ggü. April
WP-Strom Ø 26 ct/kWh ↓ −1 ggü. April

Heizöl normalisiert sich nach der Iran-Krise (~135 ct/l, TECSON). WP-Strom weiter im Abwärtstrend. Pellets sinken weiter: 388,09 €/t bei 6 t = 7,76 ct/kWh (DEPI, veröffentlicht 18.05.2026).

April 2026
Gas Ø 10,5 ct/kWh ↑ +0,5 ggü. März
Fernwärme Ø 17,5 ct/kWh — stabil
Heizöl Ø 15,3 ct/kWh ↓ −0,7 ggü. März
WP-Strom Ø 27 ct/kWh ↓ −1 ggü. März

Heizöl leicht unter dem Märzhoch (~153 ct/l) — erste US-Vermittlungssignale beruhigen den Ölmarkt minimal. WP-Strom erreicht den günstigsten Stand seit Jahren: Netzentgeltreform und neue Wärmepumpen-Tarife entlasten Betreiber deutlich. Pellets weiter rückläufig: 405,11 €/t bei 6 t = 8,10 ct/kWh (DEPI, veröffentlicht 16.04.2026). CO₂-Abgabe steigt auf 65 €/Tonne — das obere Ende des für 2026 geltenden Korridors von 55 bis 65 €/t.

März 2026
Gas Ø 10,0 ct/kWh ↑ +0,1 ggü. Feb.
Fernwärme Ø 17,5 ct/kWh — stabil
Heizöl Ø 16,0 ct/kWh ↑ +5,2 ggü. Feb.
WP-Strom Ø 28 ct/kWh ↓ −1 ggü. Feb.

Iran-Krise trifft den Energiemarkt mit voller Wucht: Die Blockade der Straße von Hormus legt rund 20 % des globalen Ölhandels lahm — die IEA spricht von der größten Versorgungsstörung in der Geschichte des Ölmarktes. Heizöl erreicht ein Dreijahreshoch (+52 % gegenüber Januar). Gas steigt moderat durch allgemeine Energiepreisinflation. Pellets auf Winterniveau, erste Entspannung: 419,2 €/t bei 6 t = 8,38 ct/kWh (DEPI, −0,8 % gegenüber Februar).

Zum Heizölwert: Die 16,0 ct/kWh entsprechen 160 ct/l und halten eine Tagesspitze während der Blockade fest. Das TECSON-Quartalsmittel für Q1 2026 liegt bei 111,7 ct/l — wer den März als Monatsdurchschnitt lesen will, liegt mit rund 122 ct/l näher.

Februar 2026
Gas Ø 9,9 ct/kWh — stabil
Fernwärme Ø 17,5 ct/kWh — stabil
Heizöl Ø 10,8 ct/kWh ↑ +0,3 ggü. Jan.
WP-Strom Ø 29 ct/kWh ↓ −1 ggü. Jan.

Gas- und Strompreise bleiben stabil, Heizölmarkt beginnt leicht nervöser zu werden. Ende Februar erste Meldungen über militärische Eskalation im Persischen Golf — Brent-Rohöl noch bei ~72 USD/Barrel, erste Spekulanten kaufen sich ein. Pellets erreichen ihren Jahreshöchststand: 422,73 €/t bei 6 t = 8,45 ct/kWh (DEPI, +4,3 % gegenüber Januar) — Ursache ist die kalte Witterung mit hohem Heizbedarf.

Januar 2026 Startpunkt der Aufzeichnung
Gas Ø 9,9 ct/kWh Startpunkt
Fernwärme Ø 17,5 ct/kWh Startpunkt
Heizöl Ø 10,5 ct/kWh Startpunkt
WP-Strom Ø 30 ct/kWh Startpunkt

Jahresstart mit leichter Entlastung: Die Gasspeicherumlage wird abgeschafft, Netzentgelte sinken erstmals seit Jahren durch staatliche Zuschüsse in Höhe von 6,5 Mrd. €. Energiemärkte insgesamt ruhig — günstigste Lage seit der Krise 2022. Pellets auf Winterniveau: 405,33 €/t bei 6 t = 8,11 ct/kWh (DEPI).

Wie diese Zahlen entstehen — Quellen, Einheiten, Umrechnung

Die Tabelle zeigt fünf Energieträger in einer gemeinsamen Größe: ct/kWh. Vier davon werden dafür umgerechnet. Wer nachrechnen will, braucht den Faktor. Deshalb steht er hier — je Träger zusammen mit Leitquelle und Tarifbasis. Maßgeblich ist daten/preishistorie.json, Block methodik_traeger; diese Seite gibt ihn wieder.

Heizöl
TECSON Heizölpreisindex, Bundesdurchschnitt in ct je Liter, Bestellmenge 3.000 l, HEL schwefelarm, inkl. MwSt. Tagespreis als Monats-Snapshot, Stichtag um den 14.
Umrechnung: ct/l ÷ 10,0 kWh je Liter (Heizwert). August 2026: 138,4 ÷ 10,0 = 13,8 ct/kWh.
Gegenprobe für den Faktor: Das TECSON-Quartalsmittel Q2 2026 liegt bei 133,8 ct/l; die hier geführten Werte April 153, Mai 135 und Juni 115 ct/l ergeben im Mittel 134,3 — Abweichung 0,4 %.
Pellets
Deutsches Pelletinstitut (DEPI), € je Tonne bei 6 t Abnahme, ENplus A1, Lieferung im Umkreis 50 km, inkl. MwSt.
Umrechnung: €/t ÷ 10 = ct/kg, dann ÷ 5,0 kWh je kg. Juli 2026: 388,09 €/t → 38,81 ct/kg → 7,76 ct/kWh.
DEPI veröffentlicht den ct/kWh-Wert selbst; er deckt sich in allen Monaten 2026 mit diesem Faktor.
Zum Rhythmus: DEPI meldet erst um den 16. bis 18. eines Monats. Wer vorher aktualisiert, hat den Vormonatswert vor sich — er ist dann als solcher gekennzeichnet.
Nicht verrechenbar: Den vielzitierten Kostenvorteil gegenüber Heizöl (rund 40 %) rechnet DEPI auf eigener Basis, mit etwa 10,6 kWh je Liter. Diese Prozentzahl passt deshalb nicht zu den Heizölwerten dieser Tabelle.
Gas
Tarifportale für den Monatsstand, BDEW-Gaspreisanalyse als quartalsweiser Anker. Musterhaushalt 20.000 kWh/a. Keine Umrechnung.
Tarifbasis: Mittel aus Neukundentarif und Bestandskundentarif. August 2026: (9,8 + 11,6) ÷ 2 = 10,7 ct/kWh.
Die Grundversorgung geht nicht ein — sie liegt im August bei 13,6 ct/kWh.
Offen gesagt: Dieser Wert ist ein gebildeter Mischwert, kein von einer Stelle veröffentlichter Preis. Wer bei BDEW nachschlägt, findet einen höheren (April 2026: 11,10 ct im Einfamilienhaus, 10,87 ct im Mehrfamilienhaus) — weil BDEW nach Gebäudetyp trennt und nicht nach Tarifstatus.
Wärmepumpenstrom
Tarifportale, Wärmepumpen- und Heizstromtarife, Musterhaushalt 7.500 kWh/a. Keine Umrechnung.
Die schwächste Spalte dieser Tabelle. Für Wärmepumpenstrom gibt es keine monatliche Verbraucher-Durchschnittsreihe. Der Wert bezeichnet das Niveau gängiger WP-Tarife innerhalb der belegten Anbieterspanne von 22 bis 26 ct/kWh — er ist ein Bandmittel, kein gemessener Monatswert. Deshalb steht die Spanne seit August daneben.
Günstigster datierter Vergleichswert: 20,7 ct/kWh im Neukundenschnitt (Verivox, Stand 13.07.2026).
Fernwärme
SWE-Preisblatt Fernwärmeversorgung. Der ausgewiesene Wert ist der Erfurter Effektivpreis auf Gebäudeebene: Arbeitspreis, Leistungspreis, Zertifikatepreis, Umlagen und Verrechnungspreis, umgelegt auf den Jahresverbrauch eines Referenz-Mehrfamilienhauses. Nicht der Arbeitspreis allein.
Quartalsweise, nicht monatlich. Preisänderungen zum 01.01., 01.04., 01.07. und 01.10. Ein „stabil“ in dieser Spalte ist eine Tarifaussage, keine Marktbeobachtung. Der Q3-Preis gilt bis zum 30.09.2026.
Q3 2026 brutto: Arbeitspreis 13,768 ct/kWh (Q2: 11,538), Leistungspreis 75,04 €/kW·a, Zertifikatepreis 1,929 ct/kWh, Umlagen 0,000.
Zu den viel zitierten 19 %: Die gelten nur für den Arbeitspreis. Der gesamte verbrauchsabhängige Teil — Arbeits- plus Zertifikate- plus Umlagepreis — stieg von 13,717 auf 15,697 ct/kWh, also um 14,4 %. Beide Zahlen sind richtig; sie haben verschiedene Bezugsgrößen.
Vorbehalt: Der Zertifikatepreis für das 1. bis 3. Quartal 2026 steht laut Fußnote des Preisblatts unter Vorbehalt — SWE hat noch keine Mitteilung über die Menge der kostenlos zugeteilten CO₂-Zertifikate ab 2026 erhalten. Eine rückwirkende Korrektur bis Q1 ist möglich. Der Effektivpreis von 19,3 ct/kWh enthält damit eine vorläufige Komponente.

Zum Nachrechnen. Jeder Monatstext nennt den Rohwert in seiner Ausgangseinheit und das Datum, an dem er bei der Leitquelle stand. Zusammen mit dem Faktor oben lässt sich damit jede Zahl dieser Tabelle von Hand nachvollziehen.

Alle Angaben sind Durchschnittswerte für Mehrfamilienhaus-Bestandskunden in Deutschland (Erfurt/Thüringen als Referenzregion). Fernwärme als Erfurter Effektivpreis auf Gebäudeebene (Stadtwerke Erfurt, tarifbasiert, nicht monatsvolatil). Leitquellen: TECSON (Heizöl), DEPI (Pellets), BDEW und Tarifportale (Gas), Verivox (WP-Strom), SWE-Preisblatt (Fernwärme) — Einheiten und Umrechnungsfaktoren siehe Aufklapper oben · Aktuelle Energiepreise